Information

lab1Trinkwasser vom Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper

Die strengen gesetzlichen Anforderungen an die Beschaffenheit des Trinkwassers sind festgelegt in der Verordnung über Trinkwasser und Wasser für Lebensmittelbetriebe. Trinkwasserverordnung - TrinkwV vom 21. Mai 2001 (Bundesgesetzblatt I, Nr. 24 Seite 359-980) und der Richtlinie des Rates der Europäischen Gemeinschaften vom 03. November 1998 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (EG - Trinkwasserrichtlinie). Siehe auch unter Links. Die Einhaltung der Trinkwasserqualität wird durch laufende chemische und bakteriologische Untersuchungen innerhalb der Trinkwasseraufbereitung und Trinkwasserverteilung im eigenen Betriebslabor überwacht. Ebenso erfolgt die Kontrolle durch die Gesundheitsbehörde und die Bezirksregierung Köln. Das vom Wasserwerk Schürholz gelieferte Trinkwasser erfüllt ohne Einschränkungen alle Anforderungen der Trinkwasserverordnung und ebenso der EG - Trinkwasserrichtlinie: Grenzwerte werden nicht nur immer eingehalten, sondern deutlich unterschritten!

Verbraucherinformationen

Wasserhärte Waschmaschinen- und Geschirrspülmaschinenbenutzung

Die Wasserhärte setzt sich im Wesentlichen aus dem Gehalt pro Liter an Calciumverbindungen zusammen.
Diese lagern sich an die im Wasch- und Spülmittel vorhandenen so genannten waschaktiven Substanzen
an und entziehen diese dem weiteren Reinigungsvorgang.

 

Härtebereich Gesamthärte in millimol
Calciumcarbonat je Liter
entspricht Grad
deutscher Wasserhärte (°dH)
weich  weniger als 1,5 bis 8,4°dH
mittel 1,5 bis 2,5 8,4 bis 14,0°dH
hart mehr als 2,5 größer als 14,0°dH





 


(Gesetz über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln vom 29.April 2007)



Das Trinkwasser in unserem Versorgungsgebiet hat eine Gesamthärte von 0,77 millimol pro Liter (4,33°dH)
und liegt im Härtebereich weich.

Durch richtige, dem Härtebereich angepasste Dosierung (siehe Herstellerempfehlungen) von Wasch- und
Spülmitteln wird eine unnötige Belastung der Gewässer vermieden.

Der Einsatz von Enthärtungsmitteln ist nicht notwendig!
(Sofern keine anders lautenden Empfehlungen seitens des Geräteherstellers vorliegen.)

 

Trinkwasser und Radioaktivität

Radionuklide sind natürliche Bestandteile der Erdkruste. Über Lösungs- und Transportvorgänge gelangen
diese aus dem Gestein in das Trinkwasser und können dort in unterschiedlichen Konzentrationen nachge-
wiesen werden. Die im Trinkwasser des WVV gemessenen Werte sind als unauffällig zu betrachten.


Uran
Mit der Novellierung der Trinkwasserverordnung in 2011 wurde der Grenzwert für Uran auf 10 Mikrogramm
pro Liter Wasser festgelegt. ie Messung des Urangehaltes im Trinkwasser des WVV lieferte einen Wert
von  <0,1 Mikrogramm  pro Liter Wasser.

Tritium und Gesamtrichtdosis
Für diese Parameter sind in der Trinkwasserverordnung Grenzwerte vorgegeben:
Tritium 100 Bq/l und Gesamtrichtdosis 0,1 mSv/a. Da jedoch die Ausführungsbestimmungen fehlen
(relevanteste Überwachungsstandorte, Kontrollmethode, Kontrollhäufigkeit) haben bisher weder durch
Wasserversorger noch Behörden hierzu flächendeckende Untersuchungen stattgefunden.

(Während Tritium einen eigenständigen Wert darstellt handelt es sich bei der Gesamtrichtdosis = Ingestionsrichtdosis um einen berechneten Indikatorwert in den die Gesamtaktivitätskonzentrationen einfließen.)

 

    Parameter
Messwert
Trinkwasser
Grenzwert     Herkunft des Grenzwertes
     Uran <0,1µg/l

10 µg/l

     gesundheitlicher Leitwert des UBA  
     Tritium <10 Bq/l

100 Bq/l

     Trinkwasserverordnung  
     Radon-222 <2 Bq/l

100 Bq/l

     Entwurf des Bundesministerium für
     Umwelt (BMU) zur Novellierung der
     Trinkwasserverordnung
 
     Gesamt-alpha-
     aktivitätskonzentration
<0,03 Bq/l

0,05 Bq/l

     Entwurf des BMU zur TrinkwVO  
     Gesamt-beta
     aktivitätskonzentration 
<0,1 Bq/l

1,0 Bq/l

     Entwurf des BMU zur TrinkwVO

 

Bq/l = Becquerel pro Liter Wasser               mSv/a = milliSievert pro Jahr
µg/l = Mikrogramm pro Liter Wasser           < = kleiner als die derzeitige analytische Nachweisgrenze

 

Wussten Sie schon?

  • 99 % der Bevölkerung in Deutschland, d.h. mehr als 81 Mio. Menschen, ihr Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz beziehen?
  • eine Person in Deutschland im Durchschnitt täglich 129 Liter Trinkwasser verbraucht?
  • das Wasser für die Versorgung der Bevölkerung zu 74 % aus Grund- und Quellwasser besteht?
  • Industrie und Wärmekraftwerke das eingesetzte Frischwasser mehr als dreimal verwenden?
  • infolge Kreislaufnutzung jährlich rund 70 Mrd. m³ Wasser gespart werden?
  • 93 % der Bevölkerung in Deutschland, d.h. über 76 Mio. Menschen, ihr Abwasser über die öffentliche Kanalisation entsorgen?
  • die Gesamtlänge des öffentlichen Kanalnetzes in Deutschland ca. 446 000 km beträgt? Das entspricht etwa dem elfmaligen Erdumfang.
  • im Kanalnetz etwa 31 000 Regenentlastungsanlagen (Überlauf-, Rückhalte- und Klärbecken) mit einem gesamten Speichervolumen von 33 Mio. m³ eingebaut sind? Das entspricht einem Sechstel des Stauraums der Edersee-Talsperre.
  • das Abwasser von fast 75 Mill. Einwohnern in Abwasserbehandlungsanlagen gereinigt wird?
  • in den öffentlichen Klärwerken 99 % des Abwassers (9,5 Mrd. m³) mit biologischen Verfahren behandelt werden?
  • in Deutschland jährlich insgesamt 4,1 Mio. t Klärschlamm (auf Trockenmasse berechnet) anfallen? Etwa die Hälfte wird, z.B. in der Landwirtschaft oder durch Kompostierung, stofflich verwertet. Ein Drittel wird verbrannt.

(Pressemitteilung Statistischen Bundesamt zum Tag des Wassers am 22.3.2001)